Die 10 Regeln des strategischen Content Marketing

Die 10 Regeln des strategischen Content Marketing

Content Marketing ist nicht einfach. Diese neue Form der Marketing-Komunikation erfordert eine strukturierte Herangehensweise. Mit den 10 Regeln zum strategischen Content Marketing, die in diesem Beitrag präsentiert werden, möchte ich Euch eine solide Grundstruktur ans Herz legen.

„Mal eben Content machen“ geht nicht. Wer sich von „Inhalte mit Mehrwert für Kunden“ inspiriert fühlt (ähm, bitte melden!) braucht auch nicht zwingend weiter zu lesen.

Gehen wir aber mal über die branchenüblichen Plattitüden hinaus.

Das SCOM-Framework (Disclaimer, wer’s noch nicht mitgekriegt hat: ich bin auch bei Scompler tätig) stellt die für mich bislang ausführlichste Herangehensweise an die Thematik Content Marketing dar. Die Synthese dieser Methodik möchte ich nachfolgend erläutern.

Warum strategisches Content Marketing? Gute Frage.

Es gibt mittlerweile sehr viel über Content Marketing zu lesen. Das geht von sehr einfachen Definition bis hin zu ganzen Büchern. Auf Konferenzen werden ständig „Best Practices“ und spannende Cases präsentiert. Ich finde diese persönlich oftmals eher schwach – denn in den meisten Fällen handelt es sich um nette Bling-Bling Kampagnen, in denen „Influencer“ die Hauptrolle spielen, und die keinen langfristigen Ansatz verfolgen.

Das muss nicht schlecht sein, denn die Content Marketing Kampagne ist immer ein guter und notwendiger Start, aber es muss eben irgendwann in der Erkenntnis münden, dass Content Marketing ein strategischer Ansatz sein muss. Content Marketing ist einfach mehr als eine geile Kampagne.

Aber wie macht man das jetzt? Wie geht man diese Form der Marketing-Kommunikation so an, dass sie operativ auf strategische Art und Weise die Unternehmensziele verfolgt?

Das Cheat Sheet für strategisches Content Marketing

Die 10 Regeln des strategischen Content Marketing

Die 10 Regeln des strategischen Content Marketing (Quelle: Mirko Lange)

Die Reihenfolge ist wichtig!

Wenn wir die Frage nach dem Kanal zuerst beantworten wollen („was posten wir auf Facebook?“), lassen wir den Kanal den Content bestimmen. Wenn wir zuerst an den Content denken („wir wollen Artikel und Videos veröffentlichen“) stellt sich die Frage nach dem Kanal danach, aber die Strategie dahinter ist immer noch nicht klar.

Deshalb ist die Reihenfolge in der wir die Fragen stellen ungemein wichtig!

  1. Zuerst werden Ziele definiert: Was wollen wir erreichen? Warum? In welchem Zeitraum? In welcher Reihenfolge verfolgen wir welche Ziele, bzw. setzen Schwerpunkte?
  2. Anschließend wird der Bedarf ermittelt, d.h. wie wird Nutzen in den Augen der Empfänger geschaffen? Wie erzeugen wir diese „Relevanz“?
  3. Haben wir diese Elemente definiert, müssen wir festlegen, wie wir Erfolg messen wollen. Welche (messbaren) Indikatoren sind (wirklich) Aussagekräftig mit Hinblick auf Erfolg / Misserfolg?
  4. Diese drei Elemente ergeben die Grundbausteine der Content Strategie. Die Synthese der Strategie wird in der Core Story „festgenagelt“. Hier entsteht das Mission Statement, die Vision!
  5. Im fünften Schritt geht es in der operativen Teil: der Content, d.h. mit welchem Content erzählen wir diese Story und füllen die Strategie aus?
  6. Danach bauen wir eine Kanal-Architektur auf, die es uns ermöglicht, am meisten von Kanälen zu profitieren, weil sie in einem Ökosystem existieren. Dazu gehört ein kurzer Kanal-Audit und eine Potenzial-Analyse.
  7. Engagement muss ebenfalls organisiert werden. Hierbei wird unter anderem die Lupe genommen:
    • wie man für Engagement sorgen kann,
    • ob es Dikussionen / Debatten geben soll,
    • wo es welche Calls-to-Action (Handlungsaufforderungen) geben soll
    • und mit welchen Tools Engagement gefördert / organisiert werden soll
  8. Wie wird der Content distribuiert? Wir sorgen wir dafür, dass unser Content sich im Netz bewegt, verbreitet? (Owned? Earned? Paid? usw.)
  9. Wer ist dafür zuständig? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung und können mobilisiert werden?
  10. Ohne definierte Prozesse endet irgendwann alles im Chaos (spätestens wenn der Social Media Manager Urlaub hat :p)

Dies ist die Reihenfolge, die ich alle empfehlen würde. Sicherlich gibt es hier alternativen und andere Herangehensweisen, die auch nicht „falsch“ sind und zu gewünschten Ergebnissen führen, jedoch möchte ich Deine Aufmerksamkeit auf einen elementar wichtigen Punkt lenken: zuerst die Strategie, dann der Content (und der Kanal)!

Weiterführende Ressourcen:

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Die 10 Regeln des strategischen Content Marketing
Project Manager Inbound Marketing
Content Marketing ist nicht einfach. Diese neue Form der Marketing-Komunikation erfordert eine strukturierte Herangehensweise. Mit den 10 Regeln zum strategischen Content Marketing, die in diesem Beitrag präsentiert werden, möchte ich dir eine solide Grundstruktur ans Herz legen.
Mael Roth