Hubspot in Deutschland: es wird ernst

Hubspot in Deutschland: es wird ernst

Seit kurzem ist HubSpot, die „all-in-one“ inbound marketing Lösung aus den USA auf dem deutschen Markt aktiv. Ich habe Inken Kuhlmann, die das Gesicht von HubSpot in Deutschland ist, einige Fragen gestellt zum Thema Inbound Marketing, inbesondere mit Bezug auf den deutschen Markt.

Ich bin schon seit langem ein großer Fan von Hubspot Content (auf Englisch). Ich benutze die Templates, habe die Webinare mitgemacht und sogar meine englischsprachige Website Lovable Marketing „nach Hubspot benannt.“ Die Internationalisierung der Inbound Marketing Software verfolge ich also mit großem Interesse.

Inken Kuhlmann ist für die Markteinführung von HubSpot in Deutschland verantwortlich

Inken, eines will ich von vornerein klären. Ich habe mehrmals gelesen, dass HubSpot zu den beliebtesten Arbeitgebern auf der Welt gilt. Stimmt das?! 😀

Für HubSpot zu arbeiten ist definitiv ein Abenteuer und macht sehr viel Spaß. Ich denke, dass kommt zum großen Teil daher, dass unsere Gründer sich sehr für eine gute Unternehmenskultur einsetzen. Dharmesh Shah, unser CTO und Mitgründer, hat selbst den HubSpot Culture Code entwickelt und setzt sich für ein gutes Arbeitsklima ein.

Wenn man bei HubSpot arbeitet ist man von vielen smarten Leuten umgeben und lernt noch ziemlich viel dazu. Das Start-Up Gefühl ist gerade in unserem Dubliner Büro noch sehr stark vorhanden. Neben einem Games Room, Bier im Kühlschrank und netten Team Abenden ist hier immer eine Menge los.

Wo siehst Du die besten Einsatzmöglichkeiten für Inbound Marketing?

Die beste Art und Weise Inbound Marketing einzusetzen ist es, eine wertvolle Marke aufzubauen die viel Vertrauen erhält und eine hohe Wertschätzung innerhalb der Zielgruppe bekommt. Inbound Marketing hilft Marketern dabei sich einmal genau mit ihrer Zielgruppe auseinanderzusetzen und zu begreifen wie man einen Mehrwert für diese erschaffen kann. Sie fokussieren sich hierbei auf die Menschen, die wichtig sind und erstellen qualitative Inhalte anstatt nur Content für die Traffic-Generierung zu erstellen.

Es geht nicht nur darum Traffic zu generieren. Es geht darum den richtigen Traffic zu erhalten, wodurch Sie dann hochwertige Leads erhalten und dementsprechend gute Kunden generieren können. Das geschieht alles nur, wenn Sie ein klares Verständnis davon haben mit wem Sie es zu tun haben und was Sie anbieten können.

Was sind die Herausforderungen von Inbound Marketing?

Vielen Marketern fällt es schwer zu begreifen wie viel Zeit ein erfolgreiches Inbound Marketing benötigt. Viele Manager sind daran gewöhnt direkte Ergebnisse durch Anzeigenkampagnen zu erhalten. Diese Rechnung ist einfach. Sie setzen ein gewisses Budget ein und erhalten direkte Ergebnisse. Diese Ergebnisse sind meist auch relativ konstant (und teuer), doch nicht langfristig.

Ist Ihre Website Inbound?

Der Marketing Grader bewertet Webseiten und verrät Euch, ob sie „Inbound-tauglich“ ist.

Inbound Marketing hingegen kann bis zu 18 Monate dauern, bis es einen wirklichen Einfluss auf Ihre Marke hat. Die Ergebnisse sind jedoch viel größer und zahlen sich langfristig aus, denn sie verschwinden nicht wenn Sie nicht mehr dafür zahlen. Unser HubSpot Blog generiert zum Beispiel monatlich 10-15.000 Leads. 70% dieser Leads erhalten wir jedoch von alten Blog Artikeln, die nicht in diesem Monat veröffentlicht wurden. Deshalb ist Inbound Marketing so einflussreich.

Für welche Unternehmen ist Inbound Marketing geeignet?

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Inbound Marketing sowohl für B2B und auch B2C Unternehmen funktioniert. Speziell klein bis mittelständische Unternehmen im B2B Bereich haben viel Erfolg beim Einsatz von Inbound Marketing. Solche Unternehmen können ihre Strategie schneller anpassen und sich dementsprechend positionieren.

In größeren Unternehmen können solche Änderungen deutlich länger brauchen. Dort läuft solch eine Positionierung meist viel formeller in einem Prozess ab und muss von Teilhabern abgezeichnet werden.

Wie kann ein Marketer Inbound Marketing in seine bestehende Online Strategie integrieren?

Zuerst müssen Sie sich Ihre Strategie anschauen und sich fragen, ob Sie einen Mehrwert für Ihre Zielgruppe erschaffen, oder sich nur einen Weg in den Social Feed oder die Inbox erkaufen wollen. Bezahlen Sie nur für deren Aufmerksamkeit?

Um eine erfolgreiche Marke aufzubauen müssen Sie sich die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe verdienen. Sie müssen sich in Ihre Zielgruppe hineinversetzen und herausfinden was die Bedürfnisse und täglichen Herausforderungen sind. Erst dann beginnen Sie damit über Inbound Marketing nachzudenken.

In den USA ist HubSpot bereits eine feste größe. Selbstverständlich möchte das HubSpot auch in Deutschland schaffen. Die Märkte sind doch sehr unterschiedlich, u.a. was die Themen Social Media und Datenschutz betrifft. Wo siehst du daher die größten Herausforderungen?

Die Größten Herausforderungen sind denke ich ähnlich wie die, die wir auf dem U.S. Markt hatten. Ähnlich wie dort waren Kunden von den ganzen Push Werbungen genervt und haben diese ausgeblendet. Auch deutsche Marketer werden sich dem immer weiter bewusst und suchen nach Lösungsansätzen. An diesem Punkt kommt Inbound Marketing ins Spiel und bietet eine Lösung.

Deshalb ist es eine große Herausforderung das Thema zunächst bekannt zu machen und zu erklären, wie man heutzutage Kontakte im Online Bereich gewinnt. Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass der Content im Kontext stehen muss und wen ich Online genau ansprechen möchte. Ich denke gerade für Deutschland kommt dieser indirekte Marketingweg bei Konsumenten sehr gut an. Es wird nur etwas Zeit benötigen bis sich das Thema rumspricht und Marketer sich auf die Suche nach Lösungen machen.

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2 Comments

  • Stefan Posted Nov 25, 2016 1:10 pm

    Sorry, aber bei dem tollen Arbeitgeber musste ich lachen. Ausgerechnet zu HubSpot gibt es ein geradezu vernichtendes Buch: http://gruender.wiwo.de/dan-lyons-alle-sahen-gleich-aus/

    • Maël Roth Posted Nov 25, 2016 1:15 pm

      Hallo Stefan,

      Ich habe das Buch auch zuhause. Ja es ist eine sehr amerikanische Kultur intern und da kann jeder sich seine Meinung bilden. Ich fand das Buch super komisch, es ist auch von einem satirischen Autor, das muss man im Hinterkopf behalten… Hast du das Buch gelesen? Oder nur was Journalisten darüber berichtet haben? (manchmal stark vereinfacht)

      LG!

      Mael

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