4 Digitale Marketing Trends für 2015

4 Digitale Marketing Trends für 2015

Ich hatte eigentlich nicht vor auf der traditionellen Zug der Vorhersagen zu spring, doch jetzt wage ich es doch. Hier sind 4 digitale Marketing Trends für das Jahr 2015, die meiner Meinung nach bedeutsam sind.

Ich hatte eigentlich nicht vor, mich an der Lawine der Vorhersagen für das kommende Jahr zu beteiligen – was mittlerweile Tradition zu sein scheint – u.a. weil ich einfach noch keine riesengroße Erfahrung besitze. Doch vor einigen Tagen wurde ich gefragt, ob ich meinen Teil zu einem Artikel über Trends für das kommende Jahr beitragen wollte. Der Inhalt wurde nicht in dem Artikel übernommen, daher möchte ich ihn hier veröffentlichen (und vervollständigen). Hier sind die 4 Trends im digitalen Marketing, die meiner Meinung nach weiter an Bedeutung gewinnen werden.

In den vergangenen Jahren wurde Unternehmen mehr und mehr bewusst, dass wir uns in einer fundamentalen Umbruchphase im Marketing befinden. Einige haben schon ihre „Content-Piloten“ ausgerollt und (zum Teil) gemerkt, dass es funktionert. Ich könnte jetzt daher als Vorhersage schreiben: „2015 wird sich Content Marketing weiter durchsetzen.“

…Das wäre aber langweilig.

Daher habe ich 3 Trends identifiziert, die meiner Meinung nach mit Sicherheit weiter an Bedeutung gewinnen werden.

1 – Strategisches Content Marketing beginnt IN Unternehmen

Wir Mirko so schön sagt – wie könnte es anders sein – wird 2015 das Jahr des STRATEGISCHEN Content Marketing. Es wird nicht mehr als Kampagne oder Test (mit dem Ziel „Leads generieren“) betrachtet werden, sondern eine zentrale Rolle bei den Pionieren einnehmen. Damit dies eintritt, muss innerhalb der Unternehmen jedoch noch viel passieren. Daher wird Content Strategie sich – als Business-Verständnis – innerhalb von Unternehmen thematisch durchsetzen müssen. Dies passiert auch peu à peu. Damit meine ich Workflows, interne Prozesse und somit die Überwindung von Silos. Und das ist eine große Hürde.

Unternehmen müssen sich mehr und mehr innerbetrieblich mit dem Thema Content auseinandersetzen, was allerdings vom Management angestoßen werden muss. Ein Großteil der Arbeit besteht darin, Verständnis für eine neue Art der Marketing-Kommunikation zu schaffen und dessen Nachhaltigkeit deutlich zu machen. Nur so wird Content Planung und Produktion mehr und mehr als Investment in die Zukunft betrachtet werden und nachhaltig zur Wertschöpfung beitragen.

2 – Content Recycling? Lass uns es nochmal auf Facebook posten

Viele Unternehmen haben schon in Content investiert und Inhalte in verschiedenen Formaten auf die Reise in die große weite Welt des Internets geschickt. Doch eines wird mehr und mehr Marketing-Verantwortlichen bewusst: Hochwertige Inhalte sind teuer und zu schade, um nur einmal verwendet zu werden.

Blogartikel, Whitepaper, Infografiken usw. wurden massenhaft produziert und durch die Gegend geschmissen.

Doch nach einer gewissen Zeit sucht man sich alle Inhalte wieder zusammen, um den ROI dieser aufwendig produzierten Inhalte zu erhöhen. Wer das schon mal gemacht hat, hat hier bestimmt Mitgefühl für Leidensgefährten.

Content Recycling und Repurposing hört sich einfach an („Teile es doch noch mal auf Facebook“), ist jedoch keine einfache Angelegenheit. Jedes Netzwerk hat seine eigene Sprache und nicht jeder Inhalt lässt sich in etwas Anderes umwandeln.

Deshalb werden systematische Herangehensweisen (es gibt bereits einige, Artikel kommt noch) zur Wiederverwendung von Inhalten einen maßgeblichen Teil zur Wertschöpfung beitragen.

3 – Von Content Marketing zu „Marketing Content“

Da mehr und mehr Marken zu „Publishern“ werden, steigt die Wichtigkeit der gezielten Distribution. Der richtige Content soll zum richtigen Moment an die richtigen Personas gebracht werden. Hört sich kompliziert an. Ist es auch. [Hier spricht die Erfahrung]

Ist es Zufall, dass Native Advertising gehypt wird? Natürlich nicht. Content Recommendation Plattformen (z.B. Tabool & Outbrain, teilweise Plista) und Native Ads (Plista, Nativendo) sind deshalb so beliebt, weil externe Publisher in einem redaktionellen Umfeld neue Leser abgreifen können. Eine teilweise teure aber effiziente Methode einige Leser zu gewinnen. Besonders in sehr wettbewerbsintensiven Branchen mittlerweile ein Muss. In einer Studie von Altimeter wird dieser Bedarf von Zahlen unterstützt: 53% gaben an, dass sie mehr in Distribution investieren sollten, aber nur 26% tun dies.

Deshalb werden Plattformen wie Plista und Nativendo sich auf mehr Kunden freuen können. Doch Distribution betrifft nicht nur „Paid“, sondern auch „owned media.“

4 – Die Synergien zwischen Social und Content besser verstehen

Soziale Netzwerke sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie kontrollieren, welche Inhalte wir wo und wann konsumieren. Einige geben sich geschlagen und kapitulieren scheinbar, weil der Nutzer sich einfach nicht für das Unternehmen interessieren will. Doch in Wahrheit heben nur extrem wenige Unternehmen die Schätze, die in dem Zusammenspiel zwischen Social Media und einer Content Strategie vergraben sind.

Dies wird im kommenden Jahr eine Baustelle sein, die es gilt in Angriff zu nehmen. Einige werden kapitulieren,  Frust schieben und Social zu einem gescheiterten Experiment erklären. Die Hartnäckigen und Experimentierfreudigen werden daraus mehr Inspiration und Insights für erfolgreiche Inhalte gewinnen und mit Engagement belohnt werden.

Wer nicht genug Vorhersagen in diesem Artikel vorgefunden hat, kann sich durch die SlideShare Präsentation des Content Marketing Institute’s durchklicken.

Und zum Abschluss möchte ich Euch einen guten Grund liefern, diesen Artikel zu teilen: heute habe ich Geburtstag (ja, wirklich). Das ist wohl der letzte Artikel des Jahres – zumindest auf Deutsch – daher wünsche ich an dieser Stelle frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

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