Welche Inhalte haben virales Potenzial? Teste es mit Plag**!

Welche Inhalte haben virales Potenzial? Teste es mit Plag**!

Welche Inhalte haben virales Potenzial und welche werden sich nicht verbreiten? Darüber gibt es zahlreiche Artikel, wissenschaftliche Studien und ganze Bücher. Doch wer ein Feeling dafür entwickeln will und für Marketing-Maßnahmen die verschiedenen Faktoren testen möchte, sollte sich dringend für eine App namens Plag** (ehemals Plague) interessieren!

Wenn wir Content erstellen hoffen wir als marketer natürlich, dass sich diese Inhalte von alleine verbreiten. Wir legen (hoffentlich) Wert auf qualitativ hochwertige und Content, die unserer Zielgruppe Mehrwert bieten. Dafür muss man jedoch ein Gefühl entwickeln und seine eigenen Experimente fahren.

Ich bin letzte Woche zufälligerweise auf eine App namens Plag** (ehemals Plague) gestoßen. Es handelt sich hierbei um eine social Sharing App. Wenn man einen Post teilt, wird dieser mit Leuten im Umkreis geteilt. Freunden oder Follower gibt es nicht. Fotos (GIFs werden auch unterstützt) oder Texte sind hier das Standard-Format.

Das Prinzip ist einfach. Man bekommt Inhalte auf sein Smartphone und entscheidet spontan, ob dieser Inhalt einem gefällt oder nicht nicht. Wischt man nach oben, wird der Inhalt nicht geteilt, mit einem „Swipe“ nach unten, werden die „Personen im Umkreis“ infiziert. Das „Gesetz des schnellen Daumens“ dominiert in dieser Art gamifizierter Version von Reddit.

Besonders spannend finde ich dabei, dass es nicht um die Anzahl der Follower geht, noch um die „Autorität“ der Person geht, die den den Inhalt teilt. Nein, es geht einzig und allein um dem Inhalt an sich.

Plag** runterladen:

iTunes | Android 

Wie du mit Plag** erkundest, welche Inhalte virales Potenzial haben

Neulich kommunizierte ich in meinem Netzwerk meine Begeisterung für 2 Content Marketing Bücher, The Content Code (M. Schaefer) und Contagious (J. Berger), die sich mit dem Thema der Content Verbreitung beschäftigen.

Es gab bereits zahlreiche Studien über die Gründe von viralen Phänomenen und jeder wird seine Meinung dazu haben. Ein Beitrag in dem ich mich mit diesem Thema beschäftige ist übrigens schon in angelegt (Geduld!). Doch man versteht die Dynamik letztendlich erst richtig, wenn man es selber testet!

Die App ist meiner Meinung nach eine wahre Goldmine für Marketer die Erkunden möchten warum sich manche Inhalte „organisch“ verbreiten und warum manche eben nicht. Denn trotz all des Hypes um Native Advertising, ist „organisch“ immer noch am effizientesten.

Plagu** erlaubt es uns, unsere Inhalte zu testen und zu schauen, ob und wie sie sich verbreiten oder dem schnellen Daumen zum Opfer fallen. Denn die App verfügt über nette Funktionalitäten, die Statistiken liefern und Daten zur viralen Verbreitung der eigenen Posts liefern. Schaut einfach in das folgende Video:

 

Wie können Marketer diese App einsetzen?

Nehmen wir ein Beispiel.

Im Rahmen einer Kampagne fragst du dich, ob der schwarze Humor in der Kampagne fehl am Platz ist, oder ob es wirklich lustig ist. Der Chef möchte es lieber vermeiden, da dies zu risikoreich wäre. Du hast noch nicht aufgegeben und möchtest den Chef umstimmen.

Du passt den Inhalt an und postest im wesentlichen einige der Kernaussagen, die eben diesen Humor transportieren auf Plag**. Veröffentlichte Inhalte bleiben 7 Tage lang im Umlauf (oder sterben aus, wenn sie keiner weiter teilt). Nach dieser Woche schaust du in die Statistiken:

In diesem Fall scheint es nicht sehr gut anzukommen. Vielleicht war es dann doch keine sehr gute Idee… Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten diese App für Tests zu nutzen. Brainstorming, go!

Weitere Einsatzmöglichkeiten von Plag** für Marketer: 

  • Testing von Formulierungen und Redewendungen bei Slogans (oder Punchlines für Comedians!)
  • Testing von Bildern, die Engagement auf sozialen Netzwerken erzeugen sollen
  • Sentiment-Analyse und sogar eine Form von Crowdsourcing zu einem bestimmten Thema. Es kann eine einfache Frage gestellt werden und Nutzer hinterlassen Kommentare.

Es gibt sicherlich unglaublich viele Möglichkeiten und bessere Beispiele für den Einsatz von Plag**. In Kombination mit anderen Tests (z.B. Headline-Testing auf Twitter usw.) bietet die App tolle Möglichkeiten.

Ich habe auch selber schon ein bisschen getestet…

Anmerkung

Es ist nicht möglich ein Targeting einzustellen. Dementsprechend können „Nischen-Inhalte“ nicht auf Viralität geprüft werden… Man weiß nicht wirklich, wer die Inhalte gerade zu sehen kriegt. Auch der Kontext des Konsums ist ein nicht unwichtiger Faktor, der unbekannt bleibt. 

Was denkt Ihr? Weitere Ideen für den Einsatz dieser App? Ich habe selber schon ein wenig getestet aber es ist noch zu früh für meine finale Einschätzung…

6 Comments

  • Ivana Posted Apr 2, 2015 8:25 pm

    Hallo!

    Das klingt spannend. Die App ist sicherlich interessant, aber eher für „Mainstream“-Themen? Einige gute Beispiele hast du ja ohnehin schon genannt.

    Weißt du, wie stark die App schon verbreitet ist? Das ist mit Sicherheit keine unwesentliche Info.

    LG
    Ivana

    • Mael Roth Posted Apr 2, 2015 8:51 pm

      Hi Ivana,

      Nee habe ich mich auch gefragt und keine aktuellen Statistiken gefunden leider… :/

      Du hast Recht, es ist schon eher für den Mainstream aber trotzdem kann man über Umwege auch für Nischen Erkenntnisse aus kleinen Tests ziehen :=)

  • Klaus Wenderoth Posted Apr 13, 2015 11:48 am

    Auf jeden Fall eine interessante App. Deren „Aussagekraft“ wird sicherlich mit der Zeit noch an Gewicht gewinnen, da sie ja noch ziemlich neu zu sein scheint!? Einen Versuch/Test ist sie sicherlich allemal wert. Ich probier´s einfach mal. Danke für den Tipp!

    • Mael Roth Posted Apr 13, 2015 2:45 pm

      Ich teste auch nur ab und zu und, klar, man weiß nicht genau, wen man genau erreicht aber gewisse Inhalte greifen bei jedem… 🙂

      Danke für deinen Kommentar!

  • Carola Meissl Posted Mai 12, 2016 9:19 am

    Hallo,

    beschäftige mich auch gerade mit Plag** und bin auf deinen Artikel gestoßen. Die Idee die Plattform für „Marketing-Tests“ zu nutzen, finde ich super!
    Weißt du, welche „Infektions-Prozentzahl“ gut ist? Ich finde das sehr schwer einzuschätzen.

    Beste Grüße
    Carola

    • Maël Roth Posted Mai 12, 2016 12:38 pm

      Hi Carola!

      Ich habe mich jetzt nicht mehr länger damit beschäftigt (leider), v.a. aus Zeitgründen, ich muss das nochmal testen.
      Ich denke die absolute Prozentzahl an sich ist nicht so wichtig, das ist relativ 😉 Aber man kann sehen, was besser funktioniert 😉

      LG!

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