11 Antworten – Nominierung für den Liebster Award

11 Antworten – Nominierung für den Liebster Award

Im Rahmen meiner „Nominierung“ für den „Liebster Award“ möchte ich mit diesem Beitrag 11 Fragen zu mir und meinem Blog beantworten.

Dieser „Liebster Award“ ist eine Initiative bei der sich Blogger untereinander nominieren. Die gegenseitige Vernetzung ist eine tolle Sache, daher mache ich gerne mit.

Ich wurde freundlicherweise von Trajan nominiert (danke dafür!) und möchte hiermit Antworten auf seine Fragen liefern. Auch wer den Award nicht kennt… hier ist sicherlich einiges dabei, was Euch in Bezug auf mich oder diesen Blog interessiert.

1. Wie lange hat es von der Idee bis zur Erstellung deines Blogs gedauert?

Da muss ich ein bisschen ausholen.

Ich blogge seit 2010 – damals wollte ich einfach Pluspunkte im Rahmen der Bewerbung für einen Studienplatz in einer der renommiertesten Business Schools in Frankreich sammeln. Mein Gedanke war: Studienplätze sind limitiert und Kandidaten hierfür wird der Entscheider wahrscheinlich googeln… Wenn ich Aufmerksamkeit wecken will, muss ich zeigen, dass ich mich Intensiv mit Marketing auseinandersetze.

Das hat auch wunderbar geklappt: ich absolvierte dort meinen Msc im internationalen Marketing. Das war mein sozusagen Content-Marketing-aha-Moment, obwohl es noch knapp 2 Jahre dauern würde, bis ich auf den Begriff stoßen würde.

Den Blog gibt es in seiner ursprünglichen Ausprägung leider nicht mehr, die ganzen Inhalte sind mir beim „Relaunch“ abhanden gekommen.

Anfang 2014 habe ich ein Testprojekt „Loveable-Marketing.com“ aufgegeben und erneut die domain maelroth.com ins Leben gerufen.

Von Idee zur Umsetzung waren es eigentlich nur ein paar Minuten… Bei WordPress angemeldet und losgebloggt, ein paar Logos erstellt und losgelegt. Mein erster Beitrag lieferte meine Eindrücke zur Content Marketing Conference 2014.

2. Was war das Schwierigste daran, deinen Blog zu erstellen und wie hast du es gelöst?

Es kam erst etwas später aber ich habe lange überlegt, wie ich die Dreisprachigkeit umsetze, ohne dabei an Relevanz für Nutzer einbüßen zu müssen.

Nach einigen Überlegungen und Tests Mitte letzten Jahres habe ich dann die einfache Variante gewählt und die Kategorien nach Sprachen ausgerichtet und RSS-Feeds mit Email-Abo Optionen für jede Sprache erstellt.

3. Was ist dir durch den Kopf gegangen, nachdem du deinen ersten Beitrag veröffentlicht hast? 

„Ohje, mein Schreibstil ist schrecklich.“

Ich bin in Frankreich aufgewachsen und habe dort ein literarisches Abitur absolviert, daher habe ich nie wirklich auf Deutsch geschrieben – auch wenn . Bei den ersten Beiträgen kamen dann auch Kommentare, in denen auf Schreibfehler o.ä. hingewiesen wurde. Die passieren mir immer noch aber seltener.

Ich weiß selber, dass ich kein außerordentlich guter Autor bin (v.a. auf Deutsch), hoffe doch aber, dass sich meine Leser mehr mit der Substanz, als mit formellen Aspekten dieses Blogs auseinandersetzen 🙂

4. Was war bisher dein größter Fehler?

Es war nicht wirklich ein „Fehler“, eher eine Entscheidung, aber es fällt mir nichts besseres zu der Frage ein .

Als ich meinen Blog dreisprachig machte habe ich mir gedacht „Scheiss auf SEO, ich mache das Ding jetzt dreisprachig und wenn es Google eben nicht gefällt, dann ist mir das auch egal“. Social ist immer noch die größte Traffic-Quelle für den Blog aber organische Suchanfragen  machen doch schon 20% aus mittlerweile. Und es wächst und wächst…

SEO-Traffic

Wöchentliche Besucher, die über Suchmaschinen auf meinen Blog stoßen

Leider weiß ich nicht, ob ich „loyale“ Leser durch Suchmaschinen gewinnen konnte, das würde die Beurteilung einfacher machen.

5. Was was bisher dein größter Erfolg?

Ich mag jetzt vielleicht ein bisschen wie ein Politiker dabei klingen – oder ein von PR-Leuten beratener Fußballspieler – aber ich sehe jedes Lob, jeden netten Kommentar und jeden „Share“ als Erfolg an. Es freut mich immer sehr.

6. Was wirst du jemandem raten, der sich noch nicht traut, einen Blog zu starten?

Hab keine Angst und schreib einfach drauf los. Aber sei dir stets bewusst, dass JEDER es lesen könnte!

7. Wie unterscheiden sich deutsche Blogger von den Vorreitern aus den USA?

Gute Frage.

Pauschal ist das natürlich schwierig zu beantworten. Ich denke, dass amerikanische Blogger oft emotionaler schreiben, als deutsche, was Leserbindung „einfacher“ macht. Deshalb sind Blogs enger mit sozialen Netzwerken verbunden in den USA, deren Inhalte regen einfach mehr Diskussionen an. Sie experimentieren auch öfter mit Formaten, das finde ich schon spannend anzuschauen.

Das ist zumindest mein bisheriger Eindruck.

8. Was ist dir wichtiger: viele Follower in Social Media oder viele Newsletter-Abonnenten?

Ich achte bei dem Blog nicht enorm auf den Traffic und fahre keine großen Maßnahmen, um diesen ständig zu erhöhen. Die mittlerweile über 2 Tausend Besucher im Monat kommen alle „organisch“ zustande. Ein Drittel meiner Besucher kommen über Social Media Kanäle, da kann mein Email-Channel nicht mithalten 🙂

Wenn ich Beiträge veröffentliche, bin ich auf den Austausch aus. Mein Wunsch ist es, Leser zum Nachdenken zu bringen und mit mir über diese neue Disziplin und Herangehensweise zu lernen (Content Marketing und die „Inbound-Mentalität„).

Ich blogge hier wegen des „sozialen“ Aspekts – deshalb sind mir auch Follower-Zahlen nicht enorm wichtig. Ich habe lieber 30 Follower / Fans mit denen ich einen Dialog führen kann, als 10 Tausen, nur weil es auf dem Profil gut aussieht.

Email-Abonnenten zu haben ist schön, weil es mir sagt, dass mir Leser mit deren Email-Adresse vertrauen und deren Interesse signalisieren, aber es ist eine sehr einseitige Form der Kommunikation. Ich bevorzuge einfach den Dialog.

9. Wie stehst du zum Thema Monetarisierung deines Blogs?

Ich monetarisiere meinen Blog nicht und habe es auch nicht vor. Er kostet mich so gut wie nichts, also ist es auch keine Notwendigkeit. Der Dialog mit Lesern und Kommentare sind für mich Belohnung genug.

Ich möchte jedoch nicht behaupten, dass ich nie einen Gedanken daran verschwendet habe… Aber im Moment ist es kein Thema und ich würde die Authentizität und den wahrgenommenen Mehrwert, den Leser in dem Blog sehen nie für ein paar Euros opfern. Ein schlechtes Nutzer- oder Lesererlebnis kann ausreichen, um einen Leser zu verlieren. Das möchte ich nicht. 🙂

10. Was sagen deine Freunde zu deinem Blog?

Ich glaube viele meiner Freunde kennen meinen Blog gar nicht. Ich teile auf Facebook – wo ich mit meinen Freunden online in Verbindung bin – Inhalte mit unterschiedlichen „Interessenslisten“ (wie ich es hier erläutert habe) und möchte sie nicht mit meinen Marketing-Gequatsche nerven.

Diejenigen die davon wissen sind beeindruckt. Nicht von den Inhalten aber von der Tatsache, dass ich mich so öffentlich präsentiere und frei meine Meinung äußere. Einer meiner besten Freunde war eine Zeit lang freiberuflich in der Musikbranche tätig und hat sich einfach nie getraut, diesen Weg zu gehen. Ich finde es extrem schade, aber ich stelle immer wieder Fest, dass viele sich einfach nicht trauen, Beiträge zu schreiben und öffentlich Meinungen zu äußern.

11. Vervollständige diesen Satzanfang: Bloggen ist für mich wie…

Lernen. Man setzt sich mit Themen intensiver auseinander und denkt analytisch. In Sachen Content Marketing halte ich es auch für einen jeden Content Marketer für essenziell, dass man selber testet und schaut, welche Inhalte wie am Besten rüberkommen, welche Formate funktionieren, welche Distributionstaktiken die besten Ergebnisse liefern, wie man durch Content Konversationen schafft und und und.

Ich habe durch 2 Jahre bloggen mehr über Content Marketing gelernt, als mir noch so viele Blogartikel oder Bücher hätten lehren können.

 … Und meine Gewinner sind:

Nun ist es also an meiner Reihe, 5 Blogger für diesen Liebster Award zu nominieren. Die Gewinner sind…

1 – Roman Rackwitz – der Mann, der mit dem Gamification Ansatz noch vielen Unternehmen Freude bereiten wird. Ich finde seinen Ansatz super und wir sind einfach auf der gleichen Wellenlänge.

2 – Andreas Quinkert, auf der ständigen und spannenden Suche nach der Synergie zwischen PR und Content Marketing

3 – Ivana Baric-Gaspar, die sehr Lesenswerte Beiträge über Kommunikation im allgemeinen schreibt.

4 – Franz Keim, der „Qualität statt Quantität“ einfach ernst nimmt. Ich freue mich immer über neue Beiträge auf seinem Blog!

5 – Und last but not least mein Landsmann François Benner, Inbound Marketer und Social Media Begeisterter der ersten Stunde (wir müssen uns mal wieder treffen!).

6 – Andreas Berens, der auf Stories4Brands super Beiträge schreibt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich in meinen Neuigkeiten / Feeds nicht öfter auf Beiträge von ihm stoße (Distributionsproblem?). Wie dem auch sei -> ein Tipp von mir an alle auf jeden Fall.

Ich hätte ja gerne noch andere nominiert, aber viele wurden es schon, einige unter ihnen werden nicht teilnehmen wollen oder keine Zeit haben 🙂

Falls Du, lieber Leser, dir noch eine Frage beim Lesen meiner Antworten eingefallen ist: nur zu! Ich antworte auch in den Kommentaren!

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