Die Content-Pillar Methode: Content-Erstellung nach dem „Wasserfall-Prinzip“

Die Content-Pillar Methode: Content-Erstellung nach dem „Wasserfall-Prinzip“

In zahlreichen Umfragen und Studien taucht eine Herausforderung immer wieder auf: Content im Marketing? Ja! Aber wer hat schon Zeit, Content zu produzieren?

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem Blog von KammannRossi. Ab und zu wird es auf diesem Blog auch syndizierte Beiträge von dort geben. Unter einer Voraussetzung: wenn ich glaube, dass es für Euch, liebe Leser, auch interessant ist (und selbstverständlich wenn ich der Autor bin).

Gegebenenfalls passe ich diese auch leicht an. 🙂


Quelle: B2B Technology Content Marketing 2015: Benchmarks, Budgets and Trends, Content Marketing Institute

Meine bisherige Erfahrung bestätigt dies durchaus – wir müssen nicht mehr überzeugen, dass „Content“ wichtig ist, das haben sehr viele Verantwortliche und Marketing-Profis schon verstanden. Aber wo und wie findet man die Ressourcen, diese Inhalte zu produzieren?

In diesem Beitrag möchte ich auf einen Workflow eingehen, der noch zu selten eingesetzt wird, obwohl Unternehmen dadurch schon viel effizienter Content Marketing betreiben könnten.

Inhalte sollten nicht für Kanäle produziert werden

Oftmals läuft es so: „Wir hatten mal gesagt, wir veröffentlichen einen Beitrag pro Woche auf dem Blog, was machen wir denn morgen?“ oder ganz einfach „Wir brauchen mal wieder einen Beitrag für den Blog!“

Dann wird ein neuer Beitrag geschrieben– in der Hoffnung, dass er so interessant ist, dass Besucher Kontakt aufnehmen und zum Kunden werden. Das wäre schön…

Das Gleiche können wir auf viele andere Kanäle übertragen. Und am Ende

  • fehlt es an Strategie und einheitlicher Botschaften
  • und es wird viel Aufwand in die Produktion von Content für isolierte Kanäle gesteckt.

Unsere Anregung: Produzieren Sie ein größeres Content-Format, das sie anschließend in kleinere Medien und Formate deklinieren können.

Content-Produktion nach dem Wasserfall-Prinzip

Wenn Sie über Ihre Website Leads generieren wollen, können Sie ein Content-Angebot zum Download zur Verfügung stellen und dafür die Einreichung von Kontakt-Informationen fordern, wie wir bereits erläutert haben.

Wenn Sie ein solches Angebot („Premium-Content“) haben, sollten Sie dieses als Basis nehmen und es dann in kleinere Formate neu verpacken und über Ihre Kanäle streuen, sofern Sie mit diesen Kanälen auch Ihre Persona erreichen. Hierbei können Sie einen Mix aus „nativen“ Inhalten – also Inhalten, die auf dem Kanal leben, wie zum Beispiel ein Foto, das sie hochladen – und Verweisen einsetzen.

Um dies bildlich darzustellen habe ich eine beispielhafte Mindmap zum Thema Social Software erstellt:

Content Erstellung nach der Content Pillar Methode

Quelle: KammannRossi.de

In diesem Fall gehen wir von einem Ebook aus mit dem Titel „Wie eine Social Software die Produktivität der Mitarbeiter verbessert“. Daraus können wir folgende Inhalte ziehen:

  1. Eine Webinar-Reihe, deren Inhalt wir aus den Kapiteln des Ebooks generieren;
  2. Eine Checkliste, die als zusätzlicher „Premium-Content“ zur Lead-Generierung eingesetzt werden kann;
  3. Zwei Blogposts, die aus einem Webinar extrahiert werden –
  4. und aus diesen Blogbeiträgen wiederum Inhalte (Zitate, Statistiken) als Grafiken und Text für Social Media Kanäle.

Diese Vorgehensweise ist ebenfalls in der Content Recycling Matrix von Linkbird enthalten, die ich übersetzt hatte. Sie stellt die den Workflow etwas anders dar, letztlich handelt es sich aber um das Gleiche Prinzip:

Content Recycling / Repurposing von Linkbird

Quelle: Linkbird Content Reycling Matrix (Karan Sharma)

Mithilfe dieses Prinzips können Sie sich also auf die Produktion eines großen Angebots konzentrieren, das Sie zur Leadgenerierung einsetzen. Haben Sie das, verfügen Sie über eine Quelle, aus der Sie Inhalte für Ihre weiteren Kanäle ziehen und dennoch immer auf Ihren Premium-Content verweisen können.

Diese Vorgehensweise ist bei weitem wirtschaftlicher, als für jeden Kanal isoliert Content zu produzieren und unter Zeitdruck zu geraten, weil sie „mal wieder etwas posten“ müssen, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

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